Siberian Husky Schweiz - Zecken
Text von Karin Zeilinger und Manuela Lenk
www.pfoetli-inseli.ch
Endlich steht der Frühling vor der Tür. Damit kommen aber auch die Zecken. Sie sind eine grosse Gefahr für die Gesundheit der Menschen und Hunde.
Die Zecke ist so gross wie ein Stecknadelkopf. Sie stammt aus der Familie der Spinnentiere und hat 8 Beine.
Zecken haben eine grosse Anpassungsfähigkeit bezüglich der Höhe, am liebsten halten sie sich in gemässigten Klimazonen auf, und können bis auf 1000 m über Meer noch zu finden sein. Die Zecken bevorzugen die Feuchtigkeit des Bodens, Unterholz von Wäldern und niedrige Waldsträucher (maximal von ca. 80 cm hoch). Sie meiden trockene Mittagshitze.
Da die Zecken für jede Entwicklungsstufe eine Blutmahlzeit benötigen, wächst die Gefahr einer Erregungsübertragung. Die Zecken stechen sich mit dem Kopf durch die Haut und saugen mit den Mundwerkzeugen Blut. Dadurch schwillt den Zecken der Hinterleib um das 10fache ihrer Ursprungsgrösse an. Erst wenn sie sich richtig vollgesaugt haben, fallen sie ab und können bis zu einem Jahr ohne Blut überleben.
FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis). Früher dachte man, dass der Hund an Hirnhautentzündung nicht erkranken kann, aber das stimmt nicht. Heute weiss man, dass der Hund, zwar seltener als der Mensch, daran erkrankt. Als Hundebesitzer sollte man sich deshalb genau über entsprechende Risikogebiete informieren.
Lyme-Borreliose es handelt sich dabei durch einen Zeckenbiss übertragenes Bakterium, das chronische Entzündungen der Gelenke, des Herzmuskels und des Nervensystems verursacht.
Man sollte den Hund mit Antibiotika behandeln, wenn sich an der Zeckenbissstelle eine Infektion bildet. Die Blutuntersuchung auf Borreliose ist erst 6 Wochen nach der Infektion aussagekräftig. Es gibt eine Impfung gegen Borreliose.
Vorsorgemassnahmen gegen Zeckenbisse sind wichtig, nicht nur die Impfung, sondern auch z.B. Sprays, Halsbänder oder Spot-on-Lösungen. Empfehlungen sind nicht hilfreich da man individuell entscheiden sollte. Ein Jagdhund benötigt etwas anderes, als ein Hund der sehr gern ins Wasser geht.
Darüber, ob Knoblauch oder Johanniskrautöl wirksam ist, ist man sich nicht einig. Einige Hunde vertragen die ätherischen Öle nicht, den anderen schadet es aber nicht.
Nach jedem Spaziergang sollte man den Hund auf Zeckenbefall untersuchen.
Die Risikogebiete in der Schweiz finden Sie unter
www.zecken.ch